Mecklenburg-Vorpommern will glänzen. Der Bruttoumsatz des Tourismus liegt bei über 5,1 Mrd. Euro im Jahr. Rund 173.000 Personen bestreiten ihren Lebensunterhalt durch den Tourismus. In 25 Jahren wurden über 4.700 Fördervorhaben in der gewerblichen Tourismusförderung und touristischen Infrastruktur umgesetzt. Die Investitionen belaufen sich auf 6,35 Milliarden Euro, die mit Bundes-, Landes- und EU-Mitteln in Höhe von 2,29 Milliarden Euro unterstützt wurden.

Wer Schwerin, Ludwigslust oder Wismar besucht, kommt nicht in kontinuierlich gewachsene Städte, sondern sieht zumeist restaurierte Gebäude aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg – oder aber Ruinen aus der Zeit bis zur Wende und danach. Wer sucht, findet moderne Architektur auf der Website www.landesbaupreis-mv.de.
In Mecklenburg-Vorpommern sind etwa 14 Tausend Baudenkmale aus dem 19. Jahrhundert registriert. Für das 20. Jahrhundert sind es etwa 8 Tausend Bauten, großteilig bis in die 1930er Jahre erstanden. Für die Zeit seit Gründung der DDR sind etwa 650 Objekte verzeichnet. Ein Drittel dieser Objekte sind Gedenkstätten, Gedenktafeln und Friedhöfe. Es bleiben etwa 400 denkmalsgeschützte normale Bauwerke: zumeist Wohn- und Verwaltungsbauten, Schulen und Kulturhäuser. Aber auch Kirchen und Schwimmhallen.

Obwohl die Landwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern früher die wichtigste wirtschaftliche Rolle inne hatte, sind allenfalls die Gutshäuser geblieben. Die Zahl der Gutsanlagen in Mecklenburg und in Vorpommern wird mit etwa 2900 beziffert. Es ist unmöglich, einen umfassenden Überblick über die wenigen verbliebenen Kuh-, Pferde-, Schweine-, Schaf- und Geflügelställe, Scheunen, Speicher, Gutsgärtnereien, Schmieden, Brennereien, Brauereien, Molkereien, Remisen und Lagerhallen zu geben. Gerade diese Wirtschaftsgebäude wären Zeugen der früheren landwirtschaftlichen Technik. Es gibt sie zumeist nicht mehr. Es sei ein Blick auf das KulturLandschaftsElementeKataster auf der Website www.kleks.app/editor empfohlen.
